Selbstverteidigung gibt mehr Sicherheit

Selbstverteidigung gibt uns mehr Sicherheit

Wenn es darum geht, sicher zu sein, auch wenn man allein unterwegs ist, ist es ebenfalls wichtig zu wissen, wie man sich bei einem körperlichen Angriff richtig verteidigt. Das ist ein besonders sensibles Thema für die, die sich noch nie in ihrem Leben gegen jemanden körperlich verteidigt haben. Dementsprechend ist auch die Hemmschwelle groß, sich bei einem Übergriff zu wehren und das im schlimmsten Fall mit Schlägen und Tritten. In vielen Situationen ist Deine Chance aber realistisch, selbst erfolgreich gegen den Angreifer vorzugehen. In diesem Artikel geben wir Dir hilfreiche Tipps, wie Du Dich in einer solchen Situation vernünftig und richtig wehren kannst und wir zeigen Dir auf, was Du in unserem Selbstverteidigungsunterricht lernen wirst.

Du darfst Dich nicht schämen

Es muss Dir nicht peinlich oder unangenehm sein, dem Angreifer Deine Grenzen laut und deutlich klarzumachen. In einer solchen Situation ist es besser früher als zu spät zu handeln. Sollte sich die Situation im Nachhinein dann doch als harmlos herausstellen, lacht man höchstens am Ende darüber.

Ein selbstbewusstes Auftreten schützt

Achte auf eine aufrechte und selbstbewusste Körperhaltung. Auch Dein Blick kann signalisieren, dass Du ängstlich bist, wenn Du nur nach unten schaust. Indem Du selbstbewusst nach vorne schaust, strahlst Du automatisch Stärke aus und zeigst, dass Du kein leichtes Opfer bist. Sollte es doch dazu kommen, dass Du belästigt, bedrängt oder angegriffen wirst, sei ganz laut und beschreibe dabei genau, was der Angreifer unterlassen soll. “Lassen Sie mich los!” Sprich auch Passanten direkt an und bitte sie um Hilfe. Werde konkret bei dem, was Dir an ihnen besonders auffällt, damit sie sich auch angesprochen fühlen und nicht davongehen mit dem Gedanken, dass irgendwer schon helfen wird. “Sie mit der blauen Jacke, helfen Sie mir, ich werde festgehalten!” Je öfter Du dabei Deine Ausrufe wiederholst, umso größer ist die Chance, dass der Angreifer selbst in Angst gerät, Dich in Ruhe lässt und andere Menschen Dir zur Hilfe herbeieilen.

Versuche zuerst wegzulaufen

Bei einem Angriff ist die Flucht meistens die einfachste und beste Lösung. Versuche zu vermeiden, dass es überhaupt erst zu einem Kampf kommt. Wenn jedoch Dir das nicht möglich ist:

Nimm einen sicheren Stand ein

Halte einen festen Stand, damit Du nicht so leicht geschubst werden kannst. Besonders gefährlich sind Stürze für Frauen. Frauen sind meistens leichter und kleiner als Männer und können leichter zu Sturz gebracht werden und wenn sie einmal am Boden liegen, fällt es dem Täter noch einfacher ein Aufstehen zu verhindern.

Benutze Deine Arme

Lass andere Gegenstände fallen, die Du noch in den Händen hältst und Dir für die Selbstverteidigung nicht nützlich sind. Strecke Deine Arme von Dir weg und halte dabei Deine Hände schützend vor Dich. Damit zeigst Du dem Angreifer: “Stopp!”.

Versuche, Dir Zeit zu verschaffen

Da der Angreifer Dir möglicherweise körperlich überlegen ist und Dich schnell einholen könnte, ist es besonders wichtig, Dir möglichst viel Zeit für Deine Flucht zu verschaffen. Du kannst ihm z.B. für eine kurze Zeit die Sicht rauben, indem Du mit Deinen Fingern in seine Augen drückst. Auch kannst Du bei dem Angreifer starke Schmerzreize auslösen und ihn so für kurze Zeit aus dem Konzept bringen.

Fange an, Dich zu wehren

Wenn der Täter noch nicht aufhört, dann ist es nun Zeit, dass Du Dich stärker wehren solltest, mithilfe von Schlägen und Tritten. Eine Polizeistudie hat ergeben, dass viele Täter den Angriff abbrechen, sofern sich das Opfer stark wehrt. Versuche dabei die Handfläche oder -kante oder auch dem Ellenbogen zu benutzen. Eine Abwehr per Faust ist sehr gefährlich, weil die Knochen und Gelenke eine höhere Verletzungsgefahr haben.

Was lerne ich im Selbstverteidigungsunterricht?

Selbstbehauptung: Das Ziel der Selbstverteidigungskurse liegt darin, dass Du Dir ein selbstbewusstes Auftreten aneignest. Du lernst, wie Du Dich selbst behaupten kannst und dem Gegenüber Deine Grenzen deutlich machst. Du merkst auch, dass Du wirklich Chancen hast, Dich selbst aus einem Angriff befreien zu können.

Prävention: Es ist wichtig, Gefahrensituationen frühzeitig erkennen zu können und dabei auf das eigene Bauchgefühl zu hören. Im Protection-Kurs lernst Du, wie Du richtig auf bestimmte Situationen reagierst.

Übung: Zusammen mit den erfahrenen Trainern und anderen Kursteilnehmern übst Du regelmäßig die verschiedenen Abwehrtechniken, wie z.B. verbale Reaktionen, Schlag- und Tritttechniken sowie die Befreiung aus Würge- und Klammergriffen. Durch ein regelmäßiges Training verbesserst Du aber auch Deine Kraft und Ausdauer.

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