Durchsetzungsvermögen lässt sich erlernen – so geht’s!

Nimm’s nicht persönlich

Auch wenn es schwerfällt – versuche, nicht alles als Angriff gegen deine Person zu werten. Du kannst dir nämlich sicher sein, dass es nicht so zu verstehen ist. Die meisten Menschen denken nicht darüber nach, wie sie andere emotional treffen können, sondern nur, welchen Vorteil sie aus einer Situation ziehen können. Dahinter stecken keine bösen Absichten, sondern der natürliche menschliche Egoismus. Dein Chef brummt dir einen Haufen Extraarbeit auf? Damit bestraft er dich nicht, sondern delegiert für sich. Sobald du dich von solchen Dingen nicht mehr auf emotionaler Ebene treffen lässt, wird es zunehmend leichter, für sich selbst einzustehen, vor allem auch, ohne selbst verletzend zu werden. Löse dich von den Gedankengängen, dass die Welt böse und gemein ist und vor allem nur darauf aus, dir persönlich zu schaden, denn das ist sie nicht!

Stelle dir einfach die Frage: „Was hat mein Gegenüber nun davon?“ Du wirst feststellen, dass nicht aus Boshaftigkeit gegen dich, sondern zum Vorteil von ihm gehandelt wird. So schaffst du es, Witze, Aufgaben und Aussagen anderer nicht persönlich zu nehmen!

Du musst wissen, was du willst

Egal, was du tust – habe stets dein Ziel vor Augen, denn nur so überzeugst du auch andere Menschen von diesem. Stelle dir ein Meeting vor. Nur, wenn du gute Vor- und Nachbereitung leistest und von deinem Produkt wirklich überzeugt bist, werden es dir die Geschäftspartner abkaufen und sich von der Ernsthaftigkeit der Sache überzeugen lassen. Bist du dir unsicher und hältst womöglich selbst nicht viel von deinem Produkt, kannst du dich nicht durchsetzen, weil du nicht überzeugend bist.

Gleichzeitig lässt du dich so nicht von anderen manipulieren, denn du hast deine gesteckten Ziele stets im Kopf und weißt, wie du dort hingelangst. Wer sich keine eigene Meinung bildet, übernimmt oft, ohne zu hinterfragen die von anderen. Es stärkt dein Selbstbewusstsein und somit auch die Kraft zur Durchsetzung ungemein, wenn du dir sicher bist in dem, was du tust.

Kenne deine Gefühle

Nur derjenige, der seine Gefühlswelt kennt, weiß, woran er arbeiten muss. Bist du zum Beispiel ein ruhiger Mensch, der Konflikte lieber meidet, wirst du auch Probleme damit haben, dich durchzusetzen und nein zu sagen. Dafür weißt du auch, wo du nun ansetzten musst, um daran zu arbeiten. Bringe dich selbst öfter in kleinere, unbedeutende Situationen, in denen du ohne große Konsequenzen lernen kannst, dich zu behaupten. Mit jedem Mal wird es einfacher und alltäglicher, sodass es auch in wichtigen Situationen einfach und gelassen passiert.

Dabei geht es im Übrigen nicht um Gewinnen oder Verlieren. Du sollst dich nicht wegen Zwang und Profilierung durchsetzen wollen, sondern weil du von deiner Idee überzeugt bist und es die beste Situation für alle Beteiligten wäre! Vergiss dabei auch nicht, dem anderen zuzuhören und weiterhin für ihre Argumente offen zu bleiben. Ein Kompromiss oder eine ganz andere Richtung einzuschlagen sind oft eine bessere Wahl, als nur eine Person, die sich durchsetzt.

In kleinen Schritten zum Ziel

Wie im vorherigen Punkt schon erwähnt, musst du nicht von Anfang an mit dem Kopf durch die Wand, sondern dich in kleinen Schritten deinem Ziel annähern. Andernfalls kann es schnell passieren, dass du ins Extreme überschwenkst und es unmöglich machst, mit dir zusammenzuarbeiten, obwohl du eigentlich auf etwas ganz anderes hinauswolltest.

Jemand, der beispielsweise aufgegeben hat, jeden Abend ein Bier zu trinken und nun jeden hasst, der dies weiterhin tut, verfolgt sehr ungesunde Verhaltensweisen. Wenn ihm die Leute, die weiterhin Bier trinken, schlicht egal sind, weil es seine eigenen Entscheidungen nicht tangiert, kann er sich weiterhin mit ihnen arrangieren und rutscht nicht in eine negative Gefühlswelt – diese würde mehr dir als jedem anderen schaden!