Angst ist Kopfsache

Angst ist Kopfsache

„Angst haben wir alle. Der Unterschied liegt in der Frage wovor.“ Frank Thiess

Die richtige Umgangsweise

Angst und Gewalt kann es in jeder Lebenslage geben. Unabhängig davon, wer wir sind, oder was wir beruflich und privat machen: Oft werden wir dieser ausgesetzt und es gibt niemanden, der uns dabei helfen kann. Wir müssen allein zurechtkommen. Um mit Angst zurechtzukommen, müssen wir gelernt haben, richtig mit ihr umzugehen. Der erste Schritt für den richtigen Umgang mit Angst ist Akzeptanz. Wir müssen uns eingestehen, dass wir Angst haben und darum wissen, dass dies keine Schande ist. Im Gegenteil: Angst hilft uns, körperlich das Beste herauszuholen, um am besten/schnellsten/sichersten zu reagieren.

Erfahrung und Umgangsweisen

Wir haben im Laufe unseres Lebens eigene Erfahrungen gemacht und wir haben von den Erfahrungen anderer gelernt. Wir haben diese Situationen gedanklich mit Angst verknüpft. Angst ist eine Kopfsache. Die gute Nachricht dabei ist, dass unser Körper außerordentlich kraftvoll und wirksam reagieren kann, wenn wir Angst haben. Unser Gehirn steuert die Ausschüttung von Adrenalin, dadurch wird der Blutdruck und die Herzschlagfrequenz erhöht und die Atmung beschleunigt. Unser Körper befindet sich in Alarmbereitschaft und wir können unsere maximale Leistungsfähigkeit abrufen.

Was passiert mit Dir?

In diesem – durch Angst ausgelösten – Zustand, sind wir in der Lage, schneller, ausdauernder, kräftiger und schmerztoleranter zu funktionieren. Unser Körper ist uns in einer solchen Situation eine Riesen-Hilfe. Wer diese körpereigene Reaktion kennt, kann sie gezielt einsetzen. Wer sich noch nie mit Angst befasst hat, wird von diesem Zustand eher überrascht sein. Umso wichtiger ist es, sich vorab immer wieder bewusst mit dem Thema auseinander zu setzen, sowohl gedanklich als auch im Training. Dadurch lernen wir unseren Körper kennen und wissen, wie wir reagieren werden.

Wir sind körperlich bereit, auf eine Gefahr zu reagieren. Das kann auf unterschiedliche Art und Weise passieren, einige kämpfen, andere fliehen und wiederum andere erstarren in der Hoffnung, unbemerkt zu bleiben. Diese Reaktionen sind unterbewusst verankert, das Wichtige ist jedoch, aus einer instinktiven Starre-Reaktion herauszukommen und zu handeln.

Der Umgang mit Angst

Sobald wir spüren, dass Angst in uns aufkommt, sollten wir anfangen ruhig zu atmen. Tief ein- und auszuatmen hilft uns, fokussiert zu bleiben und wir können unsere nächsten Schritte planen. Wer keine Zeit für lange Atemübungen hat, kann seine Stimme einsetzen. Der richtige Einsatz der Stimmlage kann viel bewirken. Wer selbstsicher und bestimmt „NEIN!“ sagen kann, wird ganz anders wahrgenommen. Setze dadurch Grenzen. Das ist der erste Eindruck, den ein möglicher Täter haben wird. Ich begebe mich dadurch bewusst nicht in die Opfer-Rolle.

Diese Einstellung hilft Dir. Täter suchen sich Opfer, Du bist aber kein Opfer. Du bist ein Kämpfer. Bleib ständig in Bewegung, rede mit strenger und selbstbewusster Stimme und denk nicht über mögliche Horror-Szenarien nach. Wenn Du kämpfen musst, dann kämpfe entschlossen.

Bereite Dich vor

Beim Training kannst Du Dich für viele Szenarien vorbereiten. Von Beginn an lernst Du „NEIN“ zu sagen und lernst schnell die effektiven Verteidigungstechniken kennen. Du lernst, dass Du trotz eines Schlags Deines Gegners weiter machen kannst und dass Du das Blatt schnell zu Deinem Gunsten wenden kannst. Du durchläufst die verschiedensten Angriffsszenarien und übst Deine Reaktion immer wieder, bis Du einen Angriff gut abwehren kannst. Oft hilft es, sich beim Training gedanklich in eine realistische Gefahrensituation zu begeben, um unter dem Einflussfaktor Stress zu üben.

Die Umsetzung im Alltag

Nimm dieses Wissen mit in Deinen Alltag. Du bist durch das Training gut vorbereitet und Du bist in der Lage, in einer gefährlichen Situation effektiv zu kämpfen. Bei allen Tipps ist es wichtig, darauf hinzuweisen, dass oft schon ein deeskalierendes Zurückrudern helfen kann, eine solche Situation zu vermeiden. Sollte es dennoch zu einer ernsten Auseinandersetzung kommen, bist Du gut vorbereitet.

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