Die Schwarzgurt-Einstellung

Die Schwarzgurt-Einstellung

Eines der wichtigsten Fähigkeiten, die Du beim Training erlernen wirst, ist die sogenannte Schwarzgurt-Einstellung. Die Schwarzgurt-Einstellung ist eine Fähigkeit, die wir in allen Kampfkünsten wiederfinden. Egal, ob Judo, Aikido, Karate, Krav Maga, Brazilian, Jiu Jitsu, oder Hapki-Do. Sie haben meist alle das gleiche Ziel. Nämlich unter anderem das Erreichen des Schwarzgurt-Niveaus.

Wir helfen Dir!

Egal, ob Anfänger oder schon lange im Training. Wir wollen Dir helfen, noch einfacher und schneller Dein Schwarzgurt-Niveau zu erreichen. Das Erreichen des schwarzen Gürtels ist zwar von vielen das Ziel, jedoch gilt die Devise: Der Weg ist das Ziel.

Reife und Geduld

Ein Schwarzgurtträger ist nicht, wie viele glauben, ausschließlich jemand, der eine Menge von Techniken gelernt hat oder jemand, der damit prahlen will. Ein Schwarzgurtbesitzer ist jemand, der das erforderliche Training, die Reife und Geduld erwiesen hat, die Kampfkunst in ihren ganzen Zügen zu verstehen und auszuführen.

Bis dahin wirst Du Dich einigen Herausforderungen stellen, beginnend mit der Motivation, zum Training zu fahren, bis zuletzt zum Durchhalten der letzten Übung im Training. Daher ist der Weg zum Schwarzgurt zwar nicht leicht, jedoch lohnt er sich am Ende, weil wir noch mehr Selbstvertrauen und Selbstbewusstsein dadurch entwickeln. Um ein Schwarzgurt-Niveau nicht nur in technischer Hinsicht, sondern auch auf geistiger Ebene zu erreichen, sind einige Eigenschaften und Fähigkeiten notwendig.

1. Respekt

Kampfkunst-Training beginnt und endet immer mit Respekt. Wir erweisen unseren Trainingspartnern und Lehrern Respekt. Damit machen wir deutlich, dass alle Kampfkünstler unabhängig vom Rang oder von der Herkunft gleich viel wert sind.

2. Geduld

Eine weitere Eigenschaft, die wir brauchen, ist Geduld. Ein Kampfkunstsystem zu erlernen, benötigt ein hohes Maß an Geduld. Sei Dir darüber im Klaren, denn so ist es einfacher, die Geduld aufzubringen. Es mag sein, dass Du bestimmte Bewegungen, Techniken oder Formen nicht von Anfang an beherrscht, das ist völlig normal. Mit der Zeit wird es besser.

Insbesondere Anfänger haben oftmals zu hohe Ansprüche an sich selbst und wollen innerhalb kürzester Zeit alle Übungen perfekt umsetzen. Es wird Dir nicht direkt möglich sein, alle Übungen perfekt umsetzen zu können. Lerne in kleinen Schritten! Solltest Du das hinbekommen, wird Dich das viel mehr motivieren.

3. Selbstdisziplin

Eines der wichtigsten Fähigkeiten, die Du in den Kampfkünsten entwickeln kannst, ist Selbstdisziplin. Diese benötigst Du nicht nur als Kampfkünstler, sondern auch, um als Mensch erfolgreich zu sein. Disziplin heißt, das Einhalten von Verhaltensregeln und das Beherrschen Deines eigenen Willens.

Versuche so oft wie möglich zu trainieren. Es wird immer wieder Momente geben, in denen Du keine Lust hast oder wo es Dir sehr schwerfallen wird, aufzustehen und zum Training zu fahren. Denk nicht darüber nach, ob Du zum Training fahren sollst oder nicht, sondern fahre einfach los. Du wirst es Dir am Abend danken.

4. Durchhaltevermögen

Ganz egal, wie oft wir trainieren, wir tun dies, um zu wachsen. Körperlich, als auch mental. Nur so kommen wir in die nächsthöhere Stufe. Auch, wenn Dir einige Übungen und Bereiche mehr Spaß machen, als andere, wenn Du das Schwarzgurt-Niveau erreichen möchtest, ist es notwendig, dass Du alle Sparten von Deinem Kampfkunst-Training trainiert hast. Dazu gehören Fitnessübungen, Kraftübungen, technisches Wissen, erfolgreiches Partnertraining sowie Konditionsübungen. Sei Dir immer bewusst, warum Du die jeweiligen Übungen durchführst. Dies wird dazu führen, dass Du die Bedeutsamkeit der Übung besser verstehen wirst und Deine Ziele Schritt für Schritt erreichst.

5. Freundlichkeit

Es ist wichtig, dass Du speziell beim Training viel Wert auf Freundlichkeit legst. Freundlichkeit und Höflichkeit gilt für jeden beim Training, auch gegenüber Deinen Trainingspartnern. Ohne Deine Trainingspartner wäre Dein Training weniger als halb so effektiv. Achte daher immer auf ein höfliches und freundliches Miteinander. Gib immer Dein bestes, um mit Deinem Trainingspartner gemeinsam erfolgreich zu trainieren.

6. Bescheidenheit

Falls Du schon länger mit der Kampfkunst vertraut bist, und Du merkst, dass Du anderen wohl etwas überlegen bist, bleib bescheiden. Ganz egal, wie viel Du schon gelernt hast und umsetzen kannst, Du wirst merken, dass es immer Situationen im Training gibt, bei denen auch Du merkst, dass Du noch an Dir arbeiten musst.

Wenn Du in der Lage bist, dies in Dein tägliches Leben mitzunehmen, bist Du schon geistig auf dem richtigen Weg, den Schwarzgurt zu erreichen und hast schon mehr als die Hälfte dafür erreicht. Also habe Respekt, Geduld, Selbstdisziplin, Ausdauer, sei freundlich und bleib bescheiden!