Selbstverteidigung mit Hilfsmitteln

Selbstverteidigung mit Hilfsmitteln

Von Pfefferspray, Messern, Schlagstöcken, bis hin zu Handtaschenalarmen stehen eine Fülle von Werkzeugen und Waffen zur Selbstverteidigung zur Verfügung. Aber Achtung: Nicht jede Verteidigungswaffe ist überall legal. Auch ist nicht alles, was eingesetzt werden kann, empfehlenswert. Deswegen geben wir einen umfassenden Überblick über die wichtigsten Werkzeuge und erklären, wie einfach oder schwierig der Umgang mit diesen Mitteln ist.

Verhältnismäßige Selbstverteidigung

Bei Aggressoren, die deutlich mehr Kraft haben oder auch bei einer Verteidigung gegen mehrere Personen kann der Einsatz von Werkzeugen sehr hilfreich sein. Trotzdem muss aber immer darauf geachtet werden, dass die Notwehr verhältnismäßig bleibt und nur in dem Umfang erfolgt, wie es zur Abwendung der gegenwärtigen Gefahr notwendig ist. In anderen Worten: Wenn jemand Dich am Kragen packt, darfst Du ihn nicht lebensgefährlich verletzen.

Keine Rechtsberatung

Der nachfolgende Text stellt keine Rechtsberatung über den Gebrauch von Hilfsmitteln / Waffen dar. Wer absolut sicher sein möchte, welcher Gegenstand wo erlaubt ist, sollte sich entsprechend rechtlich beraten lassen.

WELCHE HILFSMITTEL GIBT ES?

CS-Gas oder Tränengas wird in einer Sprühwolke abgesondert. Der Einsatz dieses Hilfsmittels eignet sich deswegen nur auf kürzerer Entfernung und kann nicht so zielgerichtet eingesetzt werden. Die Gefahr, dass der Verteidiger sich damit selbst verletzt oder auch die Wirksamkeit nicht zum Tragen kommt ist sehr hoch.

Pfefferspray ist ein Tierabwehrspray und kann als Fernkampfwaffe genutzt werden. Aus der Sprühdose kann ein fester Sprühstrahl abgesondert werden, der über mehrere Meter ein Ziel treffen kann. Bei Kontakt mit Mund, Nase oder Augen erfolgt ein starkes Brennen, welches das Ziel außer Gefecht setzen kann.

Ein Schrillalarm oder Schlüsselanhängeralarm hat eine abschreckende Wirkung. Der Alarm erzeugt eine Lautstärke von 120 dB und hilft dabei Aufmerksamkeit zu erregen. Somit ist es zwar kein Hilfsmittel, welches zur Verteidigung genutzt werden kann, jedoch hilft es dabei, dass der Aggressor von seinem vermeintlichen „Opfer“ ablässt.

Messer können nur für den Nahkampf eingesetzt werden. Beim Einsatz dieser Waffe kann es zu tödlichen Verletzungen kommen. Auch wenn man sich „nur“ damit verteidigen möchte, kann es dazu kommen, dass die Verhältnismäßigkeit der Mittel deutlich überschritten werden.

Der Elektroschocker gibt starke Elektroimpulse ab. Diese können schmerzhaft oder auch lähmend sein. Dieses Hilfsmittel kann nur in der Nahdistanz eingesetzt werde. Deswegen raten Experten auch von dem Einsatz ab, denn auch der Verteidiger kann damit verletzt und kampfunfähig gemacht werden.

Schlagstöcke können auf naher und mittlerer Distanz eingesetzt werden. Je nach Größe und Schwere dieses Werkzeuges können diese dabei helfen, die längere Distanz zu wahren und empfindliche Treffer auf den Gelenken anzubringen.

Das Wissen zur Handhabung

Das Tragen eines Hilfsmittels zur Selbstverteidigung kann sinnvoll sein. Wenn jemand jedoch nicht das Wissen hat, wie Pfefferspray, Schlagstock usw. eingesetzt werden können, dann sollte von dieser Idee lieber Abstand genommen werden. Die Erfahrung zeigt, dass in einer Angst- oder Stresssituation nur das hilft, was auch unter ähnlichen Bedingungen trainiert wurde. Andernfalls ist die Gefahr zu groß, dass das Hilfsmittel gegen den Verteidiger eingesetzt wird.

Training

Wer somit seine Kenntnisse in diesem Bereich erweitern möchte, den laden wir herzlich zu einem Probetraining beim Protection ein. In dieser Einheit beschäftigen wir uns mit Allem, was mit dem Thema Selbstverteidigung zu tun hat. Schau herein und erweitere Deine Kenntnisse!

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