Wie Ausbilder durch Fehlerkorrektur und Feedback Entwicklung möglich machen
Als Ausbilder trägst du eine zentrale Verantwortung: Du begleitest Menschen dabei, ihre Fähigkeiten zu verbessern, ihre Haltung zu entwickeln und ihr Selbstvertrauen zu stärken. Fehlerkorrektur ist dabei kein Nebenschauplatz, sondern ein Kernstück deiner Arbeit. Jeder Hinweis, jedes korrigierende Wort und jede kleine Anpassung an Technik oder Verhalten hat unmittelbaren Einfluss auf den Fortschritt deiner Schüler. Richtig eingesetzt schafft Fehlerkorrektur Klarheit, Orientierung und Motivation – falsch eingesetzt hingegen kann sie verunsichern, bremsen oder sogar verletzen.
Konstruktives Feedback schafft Sicherheit und Vertrauen
Deine Schüler kommen nicht zu dir, weil sie bereits alles können, sondern weil sie lernen möchten. Konstruktives Feedback gibt ihnen das Gefühl, bei dir gut aufgehoben zu sein. Es zeigt, dass du sie ernst nimmst, aufmerksam beobachtest und ihnen helfen willst, besser zu werden. Wenn deine Hinweise wertschätzend, verständlich und lösungsorientiert sind, entsteht ein Vertrauensverhältnis, das die Basis jeder guten Ausbildung bildet. Schüler, die sich sicher fühlen, trauen sich mehr – technisch, kämpferisch und persönlich.
Was du mit gezielter Korrektur erreichst
Gute Fehlerkorrektur wirkt auf mehreren Ebenen gleichzeitig. Technik wird präziser, Bewegungen werden effizienter, Abläufe werden klarer. Deine Schüler verschwenden weniger Energie, ihre Trefferquote steigt, und sie entwickeln ein besseres Körpergefühl. Gleichzeitig lernen sie, sich selbst zu reflektieren und ihre eigene Leistung kritisch, aber fair zu betrachten. Sie bekommen ein Gespür dafür, wann etwas „gut“ ist und wann nicht – eine Fähigkeit, die weit über den Trainingsraum hinaus wirkt.
Wie sich das Training dadurch positiv verändert
Ein Training, das von konstruktiver Fehlerkorrektur geprägt ist, fühlt sich anders an: strukturierter, sinnvoller, motivierender. Schüler wissen, warum sie etwas tun, wie sie es tun sollen und was ihnen konkret noch fehlt. Diese Klarheit steigert die Qualität der Einheit enorm. Du wirst feststellen, dass die Gruppe konzentrierter arbeitet, weniger Frust entsteht und Fortschritte sichtbarer werden. Gleichzeitig bleibst du handlungsfähig, weil du deine Gruppe mit klaren Ansagen und nachvollziehbaren Erklärungen führst.
Die Kunst, Fehler überhaupt zu erkennen
Bevor du Feedback geben kannst, musst du lernen, genau hinzuschauen. Fehlererkennung ist eine Fähigkeit, die sich durch Erfahrung und bewusstes Beobachten entwickelt. Achte auf die wichtigsten technischen Eckpunkte einer Bewegung: Körperhaltung, Distanz, Timing, Rotationswinkel, Kraftübertragung, Fußarbeit, Stabilität. Sobald du weißt, worauf du achten musst, wirst du Fehler nicht nur sehen, sondern auch unterscheiden können, ob sie grundlegend oder nur feine Anpassungen sind.
Präzise Formulierungen statt unscharfer Hinweise
Aussagen wie „Mach’s besser“ oder „Das sieht komisch aus“ helfen niemandem. Effektive Ausbilder beschreiben präzise, was falsch ist und wie es richtig aussieht. Vermeide Mehrdeutigkeiten und bleibe klar: „Bring deinen Ellbogen dichter an den Körper“, „Verlager dein Gewicht früher nach vorne“, „Halte die Hüfte stabil, bevor du schlägst“. Je präziser du formulierst, desto schneller versteht dein Schüler, was er ändern muss – und desto schneller verbessert er sich.
Feedback geben, ohne die Motivation zu brechen
Konstruktives Feedback ist immer lösungsorientiert und wertschätzend. Das bedeutet nicht, dass du Fehler schönreden sollst – aber wie du etwas sagst, entscheidet darüber, wie es ankommt. Eine bewährte Methode ist das Prinzip „Klar – kurz – konkret“. Sag klar, was falsch war. Bleib kurz, damit dein Hinweis gut aufgenommen werden kann. Mach konkret, wie der Schüler es besser machen kann. Und: Nenne, wenn möglich, auch etwas, das der Schüler bereits gut macht. So entsteht ein ausgewogenes Verhältnis zwischen Kritik und Bestätigung.
Wann du korrigierst – und wann nicht
Timing ist ein entscheidender Faktor. Ständige Unterbrechungen können Schüler überfordern oder den Flow einer Übung zerstören. Korrigiere daher gezielt: bei sicherheitsrelevanten Fehlern sofort, bei technischen Feinheiten eher zwischen den Wiederholungen, nicht mitten im Bewegungsablauf. Lerne, Situationen einzuschätzen und abzuwägen, ob jetzt der richtige Zeitpunkt für eine Korrektur ist oder ob dein Schüler gerade mehr von Wiederholungen und Erfahrung profitiert.
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Was du tun musst, um diese Fähigkeit zu entwickeln
Fehlerkorrektur und konstruktives Feedback sind trainierbare Fähigkeiten. Beobachte andere Ausbilder, analysiere ihre Wortwahl und Struktur. Übe selbst, Bewegungen in kleine Bausteine zu zerlegen, und definiere für dich die wichtigsten Korrekturpunkte jeder Technik. Bitte erfahrene Trainer um Rückmeldung zu deinem eigenen Unterricht. Arbeite bewusst an deinem Sprachstil und deiner Beobachtungsgabe. Und: Sammle Erfahrungen. Jede Einheit, die du leitest, macht dich ein Stück besser.
Tipps und Tricks für den direkten Einsatz im Training
- Fokussiere dich pro Schüler auf einen bis zwei Hauptpunkte – mehr überfordert.
- Nutze kurze, klare Sätze statt langer Erklärungen.
- Demonstriere Korrekturen, wo immer es möglich ist – visuelles Lernen ist extrem effektiv.
- Frage deinen Schüler nach der Korrektur kurz, ob er verstanden hat, was du meinst.
- Ermutige zum Wiederholen, statt zum Grübeln.
- Halte Feedback positiv, lösungsorientiert und nachvollziehbar.
Wie konstruktives Feedback deine Rolle als Ausbilder stärkt
Wenn du Fehler souverän, klar und motivierend korrigierst, steigert sich nicht nur das Niveau deiner Schüler – auch deine eigene Kompetenz als Ausbilder wächst. Du wirst als verlässliche Führungsperson wahrgenommen, die weiß, wovon sie spricht und die ihre Schüler wirklich weiterbringen möchte. Deine Arbeit bekommt mehr Wirkung, mehr Tiefe und mehr Professionalität.
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