Special Event vom 25. März – Flexible Gegenstände
Am 25.03. fand in unserer Akademie ein Special Event zum Thema flexible Gegenstände in der Selbstverteidigung statt. Stefan Jöhnk leitete diesen Lehrgang und vermittelte den Teilnehmern praxisnah, wie sich bewegliche Alltagsgegenstände sinnvoll und effektiv einsetzen lassen. Der Lehrgang war nicht nur technisch spannend, sondern machte auch deutlich, wie wichtig es ist, hinter einzelnen Anwendungen die zugrunde liegenden Konzepte zu verstehen.
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Einfache Schlagtechniken als Einstieg
Im ersten technischen Abschnitt konzentrierte sich Stefan Jöhnk darauf, wie mit einem flexiblen Gegenstand überhaupt wirksam geschlagen werden kann. Dabei stand nicht das Erlernen komplizierter Bewegungsmuster im Vordergrund, sondern ein einfacher und funktionaler Einstieg.
Die Teilnehmer arbeiteten daran, wie Bewegung, Schwung und Zielrichtung so eingesetzt werden, dass ein flexibler Gegenstand tatsächlich Wirkung entfalten kann. Schnell wurde deutlich, dass solche Gegenstände anders geführt werden müssen als starre Waffen. Timing, Distanzgefühl und das Verständnis für die eigene Bewegung spielten dabei eine besonders wichtige Rolle.
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Distanz und Ausgangspositionen richtig verstehen
Ein weiterer Schwerpunkt des Lehrgangs war das Thema Distanz. Gerade bei flexiblen Gegenständen ist entscheidend, aus welcher Position heraus gearbeitet wird und wie der Gegenstand in diesem Moment getragen oder gehalten wird.
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Stefan Jöhnk erklärte den Teilnehmern verschiedene Möglichkeiten, um aus der langen Distanz zu starten. Dabei spielte auch die Ausgangsposition eine wichtige Rolle: Hängt der Gegenstand locker nach unten? Befindet er sich bereits in der Hand? Oder liegt er – wie etwa eine Jacke – über der Schulter? Für diese unterschiedlichen Situationen vermittelte er einfache und nachvollziehbare Lösungen, mit denen die Teilnehmer direkt arbeiten konnten.
Dadurch wurde sehr greifbar, dass nicht nur die Technik selbst zählt, sondern auch die Frage, wo man startet, wie man vorbereitet ist und welche Reichweite der jeweilige Gegenstand bietet.
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Druckaufbau und Reaktionen im Nahbereich
Neben der langen Distanz behandelte Stefan Jöhnk auch den Nahbereich. Gerade dort wird der Einsatz flexibler Gegenstände anspruchsvoller, weil weniger Raum vorhanden ist und Entscheidungen schneller getroffen werden müssen.
Im Lehrgang zeigte er, wie man auch auf engem Raum mit einem flexiblen Gegenstand Druck aufbauen kann. Dazu gehörten einfache Anwendungen, um auf Angriffe zu reagieren, Gegenschläge gegen Schläge einzusetzen und trotz kurzer Distanz handlungsfähig zu bleiben.
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Kontrolle und Lösungen am Boden
Da aus der Gruppe heraus Interesse an weiteren Anwendungsmöglichkeiten bestand, griff Stefan Jöhnk am Ende auch noch das Thema Kontrolle auf. Dabei zeigte er, dass flexible Gegenstände nicht nur für Schlaganwendungen interessant sind, sondern auch genutzt werden können, um jemanden zu Boden zu bringen und anschließend zu kontrollieren.
Gerade dieser Teil machte deutlich, dass flexible Gegenstände nicht nur auf Distanz eine Rolle spielen, sondern auch in Übergängen und Kontrollsituationen sinnvoll eingesetzt werden können. Auch hier ging es nicht um spektakuläre Aktionen, sondern um einfache und nachvollziehbare Prinzipien, die klar aufgebaut waren.
Konzepte statt isolierter Techniken
Ein besonders wichtiger Teil des Lehrgangs war die konzeptionelle Ebene. Stefan Jöhnk machte deutlich, dass es nicht darum geht, für jeden Gegenstand ein eigenes, komplett neues System zu lernen. Viel wichtiger ist es, die Eigenschaften eines Gegenstands zu erkennen, seine Vorteile zu verstehen und diese gezielt zu nutzen.
Genau an diesem Punkt schlug er auch die Brücke zu anderen Waffen. Er erklärte, dass sich viele der Konzepte, die beim Umgang mit flexiblen Gegenständen eine Rolle spielen, auch auf andere Waffen übertragen lassen – zum Beispiel auf einen Stock. Ob ein Gegenstand flexibel oder starr ist, verändert zwar die konkrete Ausführung, aber nicht den Wert eines guten konzeptionellen Verständnisses.
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Wer versteht, welche Vorteile ein Gegenstand bietet und wie man diese sinnvoll nutzt, kann sich deutlich schneller auf unterschiedliche Situationen einstellen.
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Ein gelungener Lehrgang mit starkem Praxisbezug
Das Special Event am 25.03. war ein gelungener Lehrgang, der den Teilnehmern nicht nur spannende Inhalte vermittelte, sondern auch sichtbar Freude machte. Die Gruppe arbeitete motiviert, setzte die gezeigten Inhalte engagiert um und nutzte die Gelegenheit, intensiv an einem besonderen Thema zu arbeiten.
Besonders stark war die Verbindung aus Praxis, Verständlichkeit und Konzeptarbeit. Genau das machte diesen Lehrgang wertvoll. Das Training vermittelte nicht einfach nur einzelne Anwendungen, sondern machte deutlich, wie wichtig es ist, Prinzipien zu verstehen und auf unterschiedliche Gegenstände übertragen zu können.
So wurde bei diesem Special Event einmal mehr klar, dass effektives Training nicht davon abhängt, möglichst viele Techniken zu sammeln. Entscheidend ist vielmehr, die Konzepte hinter den Bewegungen zu erkennen und sie in verschiedenen Situationen sinnvoll anwenden zu können.
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