Wie kann man mit Stress umgehen?

Tipp 1: Entspannung

Der Begriff „Ent-Spannung“ sagt es ja bereits: Das Ziel ist es, Spannungen abzubauen und in einen Zustand zu kommen, in dem sich Körper, Geist und Seele in Balance befinden. Druck, Anspannung und Stress fallen bei der Entspannung von dir ab. Gerade in der heutigen Gesellschaft erfreuen sich Entspannungsmethoden wie autogenes Training und Meditation immer größerer Beliebtheit. Der Fokus liegt hier ganz bei dir selbst und dem bewussten Atmen und hilft dir so, Anspannung loszulassen. Falls du es noch nicht probiert hast, solltest du das auf jeden Fall mal tun! Und keine Angst, Meditationskurse und Co. müssen nicht immer ins esotherische verfallen. Das Angebot ist hier so riesig, dass sicherlich auch für dich das richtige dabei ist.

Stellst du jedoch fest, dass die oben genannten Entspannungstechniken nichts für dich sind, gibt es natürlich auch noch andere, kurzfristige und schnell anwendbare Maßnahmen, die dich dabei unterstützen, zur Ruhe zu kommen. Halte beispielsweise einen kurzen Moment deine Handgelenke unter kaltes Wasser oder hole tief Luft und versuche anschließend zwei, drei Atemzüge lang ganz bewusst zu atmen. Du kannst auch von 20 rückwärts bis null zählen oder dich zwingen, mindestens 60 Sekunden lang zu lächeln. Auch, wenn das erstmal absurd klingt: Studien beweisen, dass auch ein falsches Lächeln oder Lachen hilft, Glückshormone (die sogenannten Endorphine) auszuschütten, so dass du dich nachher schon deutlich entspannter fühlst.

Tipp 2: Ausreichend Schlaf

Empfehlungen für die optimale Schlafdauer gibt es viele, die meisten Studien empfehlen zwischen sieben und acht Stunden. Aber auch hier gilt, dass du dein individuelles Schlafbedürfnis für dich selbst herausfinden musst. Höre auf deinen Körper und seine Signale, denn du verstehst ihn am besten. Wenn dir über den Tag wiederholt die Augen zufallen, du erschöpft bist und dich nur mit koffeinhaltigen Getränken wach halten kannst, solltest du dein Schlafpensum anpassen.

Achte darauf, dass du in deinem Bett ausschließlich schläfst und dich nicht mit anderen Dingen wie den sozialen Medien ablenkst (höchstens mit der schönsten Nebensache der Welt). Auch eine Verschiebung der Zubettgeh- und Aufstehzeiten können dir helfen, dass du dich morgens wacher und den Tag über energiegeladener fühlst.

Übrigens kannst du erwiesenermaßen schlechter einschlafen, wenn du kurz vor dem Schlafengehen noch auf dein Smartphone schaust. Das blaue Licht des Displays führt dazu, dass dein Körper weniger vom Schlafhormon Melatonin produziert und du dich dadurch nicht müde fühlst. Also am bestens spätestens eine halbe Stunde vor dem Schlafengehen das Handy wegelegen.

Tipp 3: Ausreichend Bewegung

Übrigens bauen wir nicht nur Stress ab, wenn wir uns entspannen. Auch in der Bewegung können wir unser Stresslevel senken. Eine kleine Aufmunterung für Sportmuffel: Sport ist übrigens dann am nützlichsten, wenn du es nicht übertreibst. Egal, ob Krafttraining im Fitnessstudio, Entspannungsverfahren wie QiGong und Yoga oder ein auch ein einfacher Spaziergang in der Natur – es gibt vielfältige Möglichkeiten, um dein Stresslevel durch den Abbau von Cortisol zu reduzieren. Wichtig ist auf jeden Fall, dass du dir eine Sportart aussuchst, die dir Spaß macht und zu dir passt. Denn wenn du dich zu einer Sportart zwingst, nur weil sie gerade in Mode ist oder weil andere dich dazu überredet haben, wird erneuter Stress ausgelöst.

Tipp 4: Das richtige Zeitmanagement

Auch wenn du es vielleicht ungern hörst: Gutes Zeitmanagement kann dich vor einer Menge Stress bewahren. Denn planst du für alle To Do’s am Tag genügend Zeit ein und hast zudem noch ein bisschen Puffer für unerwartete Ereignisse, dann kann Stress häufig gar nicht erst aufkommen. Eine strukturierte Tages- bzw. Wochenplanung verschaffen dir die notwendigen Rahmenbedingungen, damit du auch bei unvorhersehbaren, dringenden Ereignissen genügend Zeit zum Handeln hast und entspannter reagieren kannst. Außerdem hast du so einen guten Überblick darüber, was dich in dieser Woche erwartet und kannst dich schon einmal mental darauf einstellen.

Wenn du das Gefühl hast, dass du dein Zeitmanagement noch etwas verbessern könntest, dann wirf doch mal einen Blick auf unseren Blogartikel, in dem wir dir 10 Zeitmanagement-Tipps und Methoden genauer vorstellen.

Tipp 5: Eine ausgewogene Ernährung

Unter Stress kennt dein Gehirn nur ein Ziel: Energie! Und die bekommt es, indem es dich zwingt, soviel Kalorien wie nur möglich aufzunehmen. Kalorien sind in Kohlenhydraten, Fetten und Zucker enthalten. Und wer kennt sie nicht, die berühmte Tafel Schokolade, zu der wir greifen, wenn der Stress mal wieder überhand nimmt? Leider greifen wir in stressigen Situationen oft zu Süßigkeiten und Fastfood – schließlich muss es ja auch schnell gehen. Doch auch wenn die Schoki gefühlt erst einmal hilft – in Wirklichkeit verschlimmern ungesunde Lebensmittel deine Stresserscheinungen noch. Zwar erhältst du durch den Zucker erst einmal einen kurzen Push, doch dann fällt dein Blutzucker rasant wieder ab und du fällst in ein tiefes Energieloch.

Vielleicht bist du aber auch jemand, bei dem sich unter Stress buchstäblich der Magen zuschnürt und der fast gar nichts isst? In beiden Fällen ist eine ausgewogene, energiereiche und gesunde Ernährung unabdingbar. Du findest sie in frischen und rohen Lebensmitteln. Diese enthalten die für deinen Körper wichtigen Vitamine und Mineralstoffe. Und sorgen letztendlich dafür, dass ein Körper besser mit Belastungen umgehen kann.

Tipp 6: Konfliktmanagement

Jeder von uns kennt es: Konflikte stressen uns, egal ob sie privater oder beruflicher Natur sind. Ganz vermeiden kann man sie natürlich nicht, wenn Menschen mit unterschiedlichen Ansichten und Werten aufeinander treffen. Konflikte sind aber nicht per se nur negativ – Mit dem richtigen Blickwinkel kannst du auch positive Eigenschaften aus ihnen ziehen und sogar gestärkt darauf hervorgehen. Das Zaubertwort heißt hier Konfliktmanagement. Beherrschst du dieses Soft Skill, fällt dir der Umgang mit Konflikten wesentlich leichter und du fühlst dich weniger schnell durch Meinungsverschiedenheiten gestresst.

Stressbewältigungsmethoden: Umgang mit Stress lernen

Wie du siehst: Was uns stresst und wie es sich auf uns und unsere Gesundheit auswirkt, ist ganz individuell. Stress in Maßen ist sogar förderlich und kann dazu beitragen, dass wir zu Höchstformen auflaufen. Hält der Stress jedoch länger an, kann das gefährlich für unsere Gesundheit werden. Regelmäßige Entspannungsphasen, in denen dein Stresslevel nachlässt und du entspannst, sind also sehr wichtig.

Wie diese Entspannung für dich aussieht, musst du für dich selbst herausfinden. Wichtig ist, dass du etwas machst, was dir gut tut und dich auf andere Gedanken bringt. Mit den Tipps und Tricks in diesem Artikel haben wir dir ein paar Anregungen gegeben, wie du dem Stress gezielt begegnen kannst. Dafür brauchst du nicht immer viel Zeit, denn auch kurze Auszeiten können bereits viel positives bewirken. Und auch, wenn es scheinbar nur kleine Veränderungen sind, die du vornimmst: Sie helfen dir, gesund mit Stress umzugehen und ausgeglichener durch deinen Alltag zu gehen. Denn nur so kannst du neue Energie schöpfen!