Selbstverteidigung macht dich stark – Teil 2

Selbstverteidigung macht dich stark – Teil 2

Zuletzt haben wir dir Tipps an die Hand gegeben, wie du im Alltag mehr Sicherheit gewinnst. Hier sind weitere Anregungen, um deinen Alltag sicherer zu gestalten:

6. Unterstützung holen

Wenn du dich verfolgt fühlst. Geh nicht in den verlassenen Park! Such dir Unterstützung in einem nahegelegenen Restaurant, einer Bar oder ähnlichem. Sprich Passanten konkret an und fordere sie auf, dir zu helfen. Nicht einfach „Hilfe“ rufen. Besser: „Sie mit der roten Jacke, helfen Sie mir!“

7. Nicht auf Konfrontationskurs gehen

Ganz klar ist aber das Ziel, solche Situationen zu vermeiden. Lass Leute abblitzen, die versuchen dich zu provozieren. Bleib freundlich, lächle. Versuch das Gespräch in eine unverfängliche Richtung zu lenken und vielleicht sogar andere Personen, wie den Barkeeper, miteinzubeziehen. Bewege dich nicht ruckartig oder dreh der Person den Rücken zu. Lieber nett sagen was dich stört und eine Erklärung geben, als laut zu werden und zu drohen. Auf keinen Fall solltest du den Aggressor berühren.

8. Grenzen setzen und zeigen

„Halt!“ oder „Stopp!“ sind klare Signale, dass jemand eine Grenze überschritten hat oder kurz davor ist. Klare Kommunikation ist gerade in gefährlichen Situationen unerlässlich. Zusammen mit einer klaren Körpersprache weiß jeder, wie weit er bei dir gehen darf. Hört er dennoch nicht auf, dich zu bedrängen, wissen aber auch alle Umstehenden, dass es sich nicht um Spaß handelt. „Legen Sie das Messer weg!“ zusammen mit einer Geste, bei der du die Hände nach vorne nimmst, ist unmissverständlich. Durch die Handhaltung zeigst du nicht nur, dass du unbewaffnet bist, sondern verdeutlichst nochmal, dass Anstand zu halten ist. Das „Sie“ als anrede ist sehr wichtig. Auch Außenstehende nehmen so die Distanz zwischen dir und dem Aggressor wahr. Außerdem solltest du immer die Beherrschung wahren. Wenn du deinem Gegenüber drohst, kann dies gegen dich verwendet werden.

9. Kein Zögern bei Notwehr

Sicherlich ist es ratsam, dem Dieb mit dem Messer in der Hand das Geld zu geben, doch das schützt nicht immer vor einem Angriff. Zögere nicht, dich zu wehren, um schnellstmöglich zu fliehen. Nutze alles, was dir zur Verfügung steht! Sprühdeo, Schlüssel, Sand, Pfeffer, Konservendosen aus dem Einkaufbeutel… Zögere nicht, sondern strahle Entschlossenheit aus. Wenn du nicht fliehen kannst, sei schnell und überraschend. Beweg dich bei einem Gegenangriff in die Richtung deines Gegners und versuch ihn aus dem Gleichgewicht zu bringen.

10. Dein Körper ist eine Waffe

Treten, schlagen, beißen, kratzen. Alles ist erlaubt! Beißt du mit den Zähnen in die Hand deines Angreifers, tut das ordentlich weh. Halt er dich von hinten fest, nutze deinen Schädel und ramm ihn deinem Gegner ins Gesicht. Nutze deine Finger, um in die Augen zu stechen oder zu Kratzen. Ein Schlag mit der Handkante auf die Kehle, gibt dir vielleicht die Möglichkeit wegzulaufen. Übe im geschützten Rahmen Kniestöße oder Tritte auf Kniehöhe oder in die Genitalien mithilfe von Pratzen. So stellst du sicher, dass du im Ernstfall nicht zögerst, sondern deine Kräfte mobilisieren kannst.